Ein Kurs in Wundern 
Nichts Wirkliches kann bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert. Hierin liegt der Frieden GOTTES

Vergebung ist wohl das größte und wichtigste Thema vom Kurs.

Man findet sie in allen Kapiteln und Lektionen... wenn man will...

Sie geht Hand in Hand mit dem Urteilen, der Sühne, der Erlösung oder Heilung, und der Liebe 

so wie wir sie hier in der Welt kennen.


Vergebung ist ein fortschreitender Prozess hier in dieser Welt - auf Ebene 2 - und verlangt unsere

ständige Aufmerksamkeit, Wachheit oder auch Achtsamkeit. Sie ist diese kleine Bereitwilligkeit

"noch einmal zu wählen" und zu erkennen dass wir nur einen kleinen Fehler gemacht haben der

vom HEILIGEN GEIST jederzeit berichtigt werden kann... wenn wir es zulassen... 

Es gibt unzählige Beispiele im Kurs wie wir mit Vergebung umgehen können. Sie ist der praktische

Teil den es hier, im wahrsten Sinne des Wortes "zu tun" gilt. Aus uns heraus fällt es uns schwer

zu vergeben, egal ob wir es unserem Bruder, uns Selbst, oder Jesus gegenüber "tun". Deshalb wurde 

uns der HEILIGE GEIST an die Hand gegeben, der uns "HILFT" zu vergeben. Der wichtige Prozess,

"Vergebung zu lernen oder zu erinnern" vollzieht sich über mehrere Stufen und verlangt dem Schüler 

ein großes Mass an Wachsamkeit, Selbstdisziplin, Einsicht und Demut ab. 

Um diesen Prozess zu durchlaufen gibt es, und hier möchte ich  Ayya Khema zitieren, drei Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit besteht darin, Vergebung zu Üben, die zweite besteht darin, sie zu Üben, und die

dritte Möglichkeit besteht darin, sie zu Üben.

Und wie genau übe ich Vergebung? Nun es gibt viele Wege Vergebung zu üben, bei mir war es am Anfang

so, dass ich nicht mich, sondern den HEILIGEN GEIST immer wieder gefragt habe: WAS BIN ICH

Die Antwort kam sofort... in dem Sinne... Das Ego stellt eine Frage...der HEILIGE GEIST antwortet.

Dann kam die für mich noch wichtigere Frage, die mich letztendlich zum Handeln gezwungen hat.

Und diese Frage zeigt das Problem auf, und im gleichen Moment in dem ich sie stelle geschieht

 ein Wunder, die Frage beantwortet sich SELBST indem sie TOTAL die Indentifikation aufzeigt.

Diese lebenswichtige Frage hier in der Illusion lautet: WO BIN ICH

Bin ich draußen in der Welt oder drinnen im Geist. Bin ich mit der Form oder mit dem Inhalt

beschäftigt, bin ich in der Fülle oder im Mangel, bin ich in der Wahrheit oder in der Illusion?

Bin ich JETZ in dieser Situation, was gerade passiert,  im rechtgesinnten oder im falschgesinnten Geist.

Und genau diese Frage zwingt mich zu handeln - wo bin ich - und wenn ich weis WO ICH BIN, ist

es einleichtes dies zu korrigieren. DRUM WÄHLE NOCH EINMAL.

Eben durch  dieses Üben mit dem HEILIGEN GEIST schärfen wir unser Denken dahingehend, dass wir

in unseren alltäglichen Situationen erkennen, wann wir wieder einmal nicht vergeben haben, sei es

meinem Bruder, einer Situation im Allgemeinen, oder auch mir selbst gegenüber.

Vergebung zieht sich wie ein roter Faden durch den Kurs und damit durch unser Leben hier in Ebene 2.

Wenn das Egosystem zum Ende kommt, wir alle hier im SOHN GOTTES erwachen, und damit der

SOHN GOTTES in GOTT erwacht, ist auch der Prozess der Vergebung vorüber, da ja alles nur ein Traum

war. Im SOHN GOTTES in GOTT gibt es keine Vergebung da es nichts zu Vergeben gibt.

So lange wir aber noch hier sein wollen - und wir wollen das alle - sonst wären wir nicht hier - so lange

brauchen wir auch die Vergebung. Es ist diese kleine Bereitwilligkeit "noch einmal zu wählen" um den

Weg mit dem HEILIGEN GEIST zurück, zu GOTT, zu gehen, und um zu erkennen dass es nicht einmal

einen Weg zurück gab.

Einige Kursschüler und  auch Kurslehrer sagen, dass es falsch sei deinem Bruder zu vergeben, tatsächlich

finden wir aber im Kurs einige Stellen an denen es heißt du sollst deinem Bruder vergeben. Warum? Nun

weil auch dies ein Prozess ist. Jesus sagte uns als sein zweitwichtigstes Gebot: "Liebe Deinen Nächsten wie

dich selbst." ich kann meinem Bruder also wirklich vergeben, wenn ich gelernt habe auch mir selbst zu

vergeben. Habe ich mir selbst vergeben ist es auch kein Problem meinem Bruder zu vergeben, was auch

die Worte im Kurs unterstreichen "Vergib Deinem Bruder was er nie getan hat". 

Zuerst beginne ich damit meinem Bruder zu vergeben, dies führt mich unweigerlich zum zweiten Schritt,

dass ich mir vergebe, und dies wiederum führt mich zurück zum ersten Schritt.  Habe ich meinem Bruder

wirklich vergeben, so habe ich auch mir vergeben. Habe ich mir wirklich vergeben so habe ich auch

meinem Bruder vergeben. Ich kann es nun auf beide Arten sehen. Am Anfang ergab nur jeweils eines

von beiden einen Sinn, jedoch bedingt eines das andere.

Und durch das Zusammenführen der beiden Sichtweisen, die beide in meinem Geist sind, kann ich sie so

stehen lassen wie sie sind, als Eins.

Ein kleines aber wertvolles Beispiel das ich in meinen Studien mit dem Kurs in Verbindung mit der

Vergebung und damit auch mit dem Urteilen erkennen durfte ist dies:

  

zuerst urteile ich (Ego)

dann bemerke ich dass ich urteile (Rechtgesinnt)

und dann erkenne ich, dass ich nicht urteilen kann (SOHN GOTTES)



Ich brauche keine Führung dort in der Welt

dort führt ein Blinder den Anderen

Wo ich Führung benötige ist

hier im Geist

nur hier ist Veränderung möglich

Deshalb benötige ich keine Vergebung dort in der Welt

ich benötige Vergebung hier im Geist

den nur hier ist Vergebung möglich